Prozesse der Lagerhaltung

Wareneingang bis Warenausgang

Zunächst wird vom Wareneingang geprüft ob eine Lieferberechtigung vorliegt. Die eingehende Ware wird dann entladen und in den Wareneingangspufferbereich verbracht. Der Lagerarbeiter überprüft, ob die Bestellmenge der angelieferten Menge entspricht. Etwaige Fehlmengen oder Beschädigungen werden auf dem Frachtbrief vermerkt. Die Ware wird nun als Wareneingang verbucht. Anschließend findet eine Wareneingangsprüfung statt und die Ware wird zur Einlagerung vorbereitet. Die angelieferten Paletten oder Packstücke werden gegebenenfalls an einem Auspackplatz gebracht und dort ausgepackt oder in andere Ladehilfsmittel umgepackt. Eine weitere Aufgabe im Wareneingang ist in der Regel die Qualitätssicherung der eingegangenen Ware. Dazu werden Stichproben der Güter entnommen und der eingegangene Bestand mit einem Sperretikett versehen. Nach der Qualitätssicherung wird der Bestand dann wieder freigegeben für weitere Aktionen wie Ein-, Aus-, Umlagern und Kommissionieren. Führen Lieferanten eine eigene Qualitätssicherung durch, kann auf eine Qualitätssicherung weitestgehend verzichtet werden.

Einlagerung

Nach der Prüfung muss die Ware zu dem entsprechenden Lagerort transportiert und eingelagert werden. Wird Ware in Fachböden eingelagert, sollte bei der Einlagervorbereitung eine Sortierung nach Lagerbereichen erfolgen. Bei dem Transport sind verschiedene Methoden gebräuchlich. Bereichstransporteure dürfen nur in festgelegten Bereichen die Ware transportieren und werden nach Bedarf durch Zuruf gesteuert. Eine weitere Methode ist der Transport anhand mehrerer schriftlicher Aufträge. Der Transporteur bekommt diese und hat sie wegeoptimiert und bzw. oder nach Priorität abzuarbeiten. Des Weiteren ist es möglich, den Transport über Funk- oder Infrarotübertragung zu steuern. Hierbei besitzt der Transporteur ein mobiles Terminal oder Anzeigegerät, auf dem die Transportanweisungen erscheinen. Die Ware wird nun an dem entsprechenden Lagerort eingelagert. Sinnvoll ist es, die Einlagerung der Ware mit der Auslagerung einer anderen zu kombinieren. Dies nennt man Doppelspiel. Bei Doppelspielen arbeitet man wege- und leistungsoptimiert.

Kommissionieren

Ein Auftrag des Kunden oder die Anforderung der Produktion sind Anlass für die Auslagerung der Ware. Beim Kommissionieren werden die benötigten Teilmengen oder verschiedene Artikel, die dann für den Empfänger bedarfsorientiert zusammengestellt werden, entnommen. Es gibt zwei Methoden für die Bereitstellung der Ware für die Kommissionierung. Bei der statischen Bereitstellung steht die Ware auf einem festen Lagerplatz für die Entnahme zur Verfügung. Das Kommissionier-Personal geht zu der Ware und sammelt diese in einer bestimmten Reihenfolge ein. Das Prinzip Mann zur Ware wird verwirklicht. Bei der dynamischen Bereitstellung werden die Artikel von einem bestimmten Lagerbereich in einen Kommissionierbereich zugeführt. Von dort entnimmt das Kommissionier-Personal die Ware. Da die Ware zu dem Kommissionier-Personal transportiert wird, spricht man von dem Prinzip Ware zum Mann.

Warenausgang

Eine Ausgangskontrolle wird bei einigen Artikeln nach dem Kommissionieren durchgeführt, um Fehler bei der Kommissionierung festzustellen und zu korrigieren. Diese ist wichtig, wenn wirtschaftlich hochwertige Ware kommissioniert wird und um das Unter-nehmen vor einem Imageverlust durch einen Fehler bei der Kommissionierung zu bewahren. Anschließend wird die Ware in die Packzone verbracht. Für den weiteren Transport ist hierbei auf geeignete Packmittel zu achten. Mehrwegverpackungen sind aus wirtschaftlichen Gründen Einzelverpackungen vorzuziehen und die Abmessungen der Packmittel sollten mit standardisierten Ladehilfsmitteln korrespondieren.

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